
Warum die Abhängigkeit von Google nicht immer eine gute Idee ist
„Wir kriegen immer weniger Google-Traffic, da muss wieder mehr kommen.“ Diesen Satz höre ich inzwischen häufiger. Doch mehr Google-Traffic löst das eigentliche Problem nicht. Wer einen großen Teil seiner Sichtbarkeit, Anfragen oder Neukunden von einer einzigen Plattform abhängig macht, erhöht diese Abhängigkeit nur noch weiter.
Google kann weiterhin ein sehr wichtiger Marketingkanal sein. Das Problem entsteht, wenn daneben kaum etwas existiert. Algorithmus-Updates, Veränderungen bei Google Ads oder neue Suchformate wie AI Overviews können über Jahre funktionierende Strukturen verändern. Eine Alternative lässt sich dann nicht innerhalb weniger Wochen aufbauen.
Verfasst von: Stefan Vogt | Veröffentlicht am: 22.08.2026 | Lesezeit: ca. 5 Minuten
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Wann wird die Abhängigkeit von Google zum Problem?
- Warum können gute Google-Rankings plötzlich weniger wert sein?
- Sind Google Ads dann die sichere Alternative?
- Kann Social Media den Traffic-Verlust auffangen?
- Warum wird der Newsletter häufig unterschätzt?
- Können Branchenportale und Verzeichnisse wirklich Kunden bringen?
- Warum sollte auch Offline-Werbung nicht vorschnell abgeschrieben werden?
- Der stärkste Kanal wird häufig gar nicht als Marketingkanal betrachtet
- Sollten Sie Google jetzt zurückfahren?
- Wie abhängig ist Ihr Unternehmen tatsächlich?
Das Wichtigste in Kürze
Google-Abhängigkeit ist kein reines SEO-Problem, sondern eine Frage der gesamten Marketingstrategie.
- Viel Traffic ist nicht automatisch viel Geschäft. Entscheidend ist, welche Kanäle tatsächlich Anfragen, Kunden und Umsatz bringen.
- Funktionierende Rankings und Google Ads sollten nicht vorschnell zurückgefahren werden. Parallel können jedoch weitere Kanäle aufgebaut und getestet werden.
- Social Media, Newsletter, Branchenportale und Offline-Werbung funktionieren je nach Zielgruppe und Geschäftsmodell sehr unterschiedlich.
- Ein neuer Kanal braucht Zeit. Wer erst nach einem starken Einbruch bei Google reagiert, hat häufig bereits wertvolle Monate verloren.
- Empfehlungen und guter Kundenservice werden bei der Kanalstrategie leicht übersehen, obwohl gerade bestehende Kunden erheblich zur Neukundengewinnung beitragen können.
Wann wird die Abhängigkeit von Google zum Problem?
Eine Google-Abhängigkeit ist häufig schnell zu erkennen. In organische Suche und Google Ads wird seit Jahren viel Zeit und Geld gesteckt, während andere Kanäle kaum entwickelt wurden. Social Media „funktioniert nicht“, der Newsletter wird nur gelegentlich verschickt und andere Möglichkeiten spielen in der Marketingplanung praktisch keine Rolle.
So entsteht eine Google-Bubble: Weil Google bisher funktioniert hat, wird immer weiter in Google investiert. Genau das macht einen späteren Ausfall umso problematischer.
Dabei würde ich nicht allein auf den Traffic schauen. 10.000 zusätzliche Besucher helfen einem Unternehmen wenig, wenn daraus keine passenden Kontakte oder Kunden entstehen. Das ist der Unterschied zwischen Klicks und qualifizierten Klicks.
Bei einer Analyse sind deshalb andere Fragen mindestens genauso wichtig:
- Woher kommen qualifizierte Anfragen und tatsächliche Neukunden?
- Welchen Anteil daran haben organische Google-Suche und Google Ads?
- Welche Kanäle funktionieren bereits, obwohl sie bisher wenig Aufmerksamkeit erhalten?
- Welche Kundengruppen werden außerhalb von Google erreicht?
- Gibt es einen funktionierenden Newsletter oder eine andere Möglichkeit, bestehende Kontakte erneut anzusprechen?
- Was würde passieren, wenn Google über mehrere Monate deutlich weniger Anfragen liefert?
Es gibt dabei keinen festen Prozentsatz, ab dem ein Unternehmen automatisch „zu abhängig“ ist. Entscheidend ist, welche wirtschaftlichen Folgen ein deutlicher Rückgang eines einzelnen Kanals hätte. Basiert das gesamte Marketingkonzept nur auf Google, dann rate ich dringend dazu, über einen Plan B nachzudenken.
Warum können gute Google-Rankings plötzlich weniger wert sein?
Google-Suchergebnisse sind nicht statisch. Google selbst weist darauf hin, dass Core Updates und kleinere Änderungen an den Suchsystemen die Performance einzelner Seiten verändern können. Auch eine gute Position ist deshalb kein Dauerzustand.
Hinzu kommt, dass sich die Suchergebnisse stetig verändern und regional unterschiedlich sein können.
Außerdem sind AI Overviews inzwischen ein fester Bestandteil der Google-Suche und werden angezeigt, wenn Googles Systeme eine KI-generierte Zusammenfassung für hilfreich halten. Diese Zusammenfassungen enthalten wiederum eigene Verweise auf Webseiten, können aber weniger Traffic bedeuten.
Damit verändert sich auch die Bedeutung eines klassischen Rankings. Eine Position 1 bei den organischen Treffern bedeutet nicht automatisch, dass der Nutzer zuerst diesen klassischen Treffer wahrnimmt. Aus meinen Beobachtungen ist genau diese Veränderung aktuell für viele Unternehmen problematisch: Die organische Position kann weiterhin gut aussehen, während der sichtbare Raum innerhalb der Suchergebnisse anders verteilt wird. Werden erst AI Overviews und dann Anzeigen geschaltet, werden die organischen Rankings soweit nach unten geschoben, dass sie erst durch Scrollen sichtbar werden. Sie befinden sich also nicht im direkten Sichtfeld.
Das bedeutet nicht, dass SEO plötzlich nutzlos wäre. Es bedeutet aber, dass ein Unternehmen sein Geschäftsmodell nicht darauf aufbauen sollte, dass die Darstellung der Google-Suche dauerhaft so bleibt, wie sie die letzten Jahre war.
Sind Google Ads dann die sichere Alternative?
Auch bezahlte Anzeigen beseitigen die Abhängigkeit nicht. Sie verschieben sie lediglich von einem Google-Kanal auf einen anderen.
Gebotsstrategien, Wettbewerb und Klickpreise können sich verändern. Gleichzeitig integriert Google Werbung zunehmend in seine KI-Suche. Laut aktueller Google-Dokumentation können Anzeigen über und unter AI Overviews erscheinen. Anzeigen direkt innerhalb der KI-Übersichten stehen derzeit nur in bestimmten Ländern und Sprachen zur Verfügung, wird für Deutschland aber auch zukünftig relevant.
Ich halte es durchaus für möglich, dass solche Werbeformate zukünftig einen Teil der Veränderungen in den klassischen Suchergebnissen auffangen. Daraus folgt aber keine Garantie für dauerhaft stabile Kosten oder Ergebnisse.
Ob AI Overviews selbst für steigende Klickpreise verantwortlich sind, lässt sich außerdem nicht pauschal behaupten. Klickpreise entstehen aus mehreren Faktoren. Für die strategische Frage ist das auch gar nicht entscheidend: Wer ausschließlich Google Ads als Ersatz für schwächeren organischen Traffic einplant, bleibt weiterhin vollständig von Google abhängig.
Kann Social Media den Traffic-Verlust auffangen?
Jein. Die richtige Antwort lautet nicht: wir müssen überall etwas posten.
Instagram, Facebook, TikTok oder LinkedIn funktionieren unterschiedlich. Ein Unternehmen sollte deshalb zuerst prüfen, wo sich seine potenziellen Kunden tatsächlich aufhalten und welche Inhalte dort sinnvoll funktionieren können. Ein Fachbeitrag kann bei LinkedIn funktionieren, für TikTok ist er deswegen aber noch lange nicht geeignet.
Ein zusätzlicher Blick auf Wettbewerber kann helfen. Wenn mehrere relevante Unternehmen einer Branche auf einem bestimmten Kanal dauerhaft aktiv sind, ist das zumindest ein Signal, genauer hinzusehen. Das Ziel muss dabei nicht sein, einen Wettbewerber von dort zu verdrängen. Eine Coexistenz ist vollkommen normal.
Entscheidend sind eigene Inhalte. Lediglich nachzubauen, was beim Konkurrenten offenbar funktioniert, schafft selten einen überzeugenden Grund, ihrem Unternehmen zu folgen.
Auch Aufwand, Kosten und vorhandene Ressourcen gehören zur Entscheidung. Ein theoretisch perfekter Kanal hilft wenig, wenn im Unternehmen dauerhaft niemand die passenden Inhalte produzieren oder Anfragen bearbeiten kann.
Warum wird der Newsletter häufig unterschätzt?
Ein Newsletter hat einen entscheidenden Vorteil: Er erreicht Menschen, die das Unternehmen häufig bereits kennen.
Gerade langjährige Kunden haben schon Vertrauen aufgebaut und sind deshalb empfänglicher für sinnvolle Empfehlungen, neue Angebote oder hilfreiche Informationen. Unternehmen müssen diese Zielgruppe nicht bei jedem Kontakt wieder vollständig von sich überzeugen.
Problematisch wird es, wenn der Newsletter ausschließlich als Werbekanal verstanden wird.
Die Frage sollte nicht lauten: „Was möchten wir diese Woche verkaufen?“, sondern: „Warum sollte der Empfänger diese E-Mail gerne öffnen?“
Das können beispielsweise hilfreiche Tipps, neue Erkenntnisse aus der Branche, konkrete Problemlösungen oder tatsächlich relevante Angebote sein. Auch hier braucht der Kunde einen erkennbaren Nutzen.
Ein Newsletter macht ein Unternehmen nicht vollständig unabhängig von Plattformen. Er kann aber einen deutlich direkteren Zugang zu bestehenden Kontakten schaffen als eine erneute Suche nach Aufmerksamkeit über Google.
Als Tipp gebe ich Ihnen kurzen Satz mit, den Sie sich immer wieder in Ihr Gedächtnis rufen können: Nicht „kaufen, kaufen, kaufen“ in den Vordergrund stellen, sondern den Leser neugierig machen.
Können Branchenportale und Verzeichnisse wirklich Kunden bringen?
Firmenverzeichnisse, branchenspezifische Suchportale oder Kleinanzeigenseiten wirken neben SEO und Social Media schnell altmodisch. Je nach Branche können sie trotzdem interessant sein.
Die entscheidende Frage ist für mich, ob dort das Problem des potenziellen Kunden und der konkrete Nutzen der eigenen Leistung verständlich dargestellt werden können.
Ein einfacher Firmenname mit Telefonnummer reicht häufig nicht. Wenn mehrere ähnliche Anbieter nebeneinanderstehen, muss schnell klar werden:
- Welches Problem löst das Unternehmen?
- Für wen ist die Leistung gedacht?
- Worin besteht der konkrete Nutzen?
- Was sollte der Interessent als Nächstes tun?
Ist das nicht verständlich, wird ein Unternehmen selbst auf einer passenden Plattform leicht übersehen.
Das heißt aber nicht, dass Sie jetzt Ihren Kontakt aus allen Online-Verzeichnissen löschen sollten, in denen nur Name, Telefon, Mail und Ihre Website stehen. Das sind zwar selten Leadmagnete, aber können trotzdem einen Kontakt ermöglichen.
Warum sollte auch Offline-Werbung nicht vorschnell abgeschrieben werden?
Plakate, Anzeigen in Magazinen, lokale Publikationen oder andere klassische Werbeformen sind aus vielen Marketingstrategien nahezu verschwunden. Sie sind teuer, schlecht messbar und einfach altmodisch. Das muss aber nicht immer stimmen.
Aus meiner Sicht können gerade lokale Unternehmen davon profitieren. Sie müssen keine deutschlandweite Reichweite einkaufen, sondern können dort sichtbar werden, wo ihre Kunden tatsächlich leben oder arbeiten.
Bei überregionalen Geschäftsmodellen sieht die Rechnung anders aus. Eine relevante Reichweite über Offline-Medien aufzubauen, kann schnell teuer werden. Deshalb gehört auch dieser Kanal geprüft und nicht einfach aus Prinzip eingesetzt.
Der interessante Punkt daran: Diversifizierung muss nicht ausschließlich digital stattfinden.
Der stärkste Kanal wird häufig gar nicht als Marketingkanal betrachtet
Mundpropaganda gehört für mich weiterhin zu den stärksten Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen.
Der Grund ist einfach: Eine persönliche Empfehlung bringt etwas mit, das eine Werbeanzeige erst aufbauen muss, nämlich Vertrauen.
Wenn ein Freund, Geschäftspartner oder Bekannter ein Unternehmen ausdrücklich empfiehlt, beginnt der Kontakt auf einer anderen Grundlage. Hinzu kommt, dass die Empfehlung selbst zunächst keine Klickkosten verursacht.
Erzwingen lässt sich Mundpropaganda trotzdem nicht. Unternehmen können aber die Voraussetzungen dafür schaffen.
Für mich beginnt das vor allem beim Kundenservice. Gute Kunden sollten nicht als selbstverständlich betrachtet und durch schlechten Umgang vergrault werden. Das bedeutet nicht, dass ein Unternehmen jeden Wunsch erfüllen oder sich alles gefallen lassen muss. Ein verlässlicher, fairer und hilfreicher Umgang ist jedoch die Grundlage dafür, dass Kunden ein Unternehmen überhaupt guten Gewissens weiterempfehlen.
Sollten Sie Google jetzt zurückfahren?
Nein. Nur weil eine Abhängigkeit besteht, würde ich einen funktionierenden Kanal nicht plötzlich reduzieren.
Wenn SEO gute Anfragen bringt oder Google Ads wirtschaftlich funktionieren, dürfen diese Kanäle weiter genutzt werden. Es sollte aber geprüft werden, ob Zeitaufwand und Kosten entsprechend auch gegenfinanziert werden und ob es Kanäle gibt, die ebenfalls zum Umsatz beitragen können.
Dabei sollten Sie nicht erwarten, nach einer Woche zu wissen, ob LinkedIn, ein Newsletter oder eine andere Plattform funktioniert.
Eine belastbare neue Marketingstrategie kann Monate benötigen. Manche Kanäle werden sich als ungeeignet herausstellen. Andere brauchen zunächst Reichweite, Inhalte oder wiederholte Kontakte, bevor daraus überhaupt Anfragen entstehen.
Genau deshalb ist der beste Zeitpunkt zum Testen nicht der Moment, in dem Google bereits eingebrochen ist.
Wie abhängig ist Ihr Unternehmen tatsächlich?
Wenn Sie den Eindruck haben, dass nahezu alle relevanten Anfragen über Google kommen, würde ich nicht mit einem neuen Social-Media-Account oder einer spontanen Werbekampagne beginnen.
Zuerst sollte klar sein, was bereits funktioniert.
Bei meiner Analyse schaue ich mir deshalb die vorhandenen Marketingkanäle und ihre bisherige Bedeutung an. Gemeinsam lässt sich prüfen, wo bereits Potenzial vorhanden ist, welche Kanäle bisher vernachlässigt werden und welche Alternativen überhaupt zur Zielgruppe und zum Geschäftsmodell passen.
Auf Wunsch kann daraus anschließend eine Strategie entstehen, mit der weitere Kanäle schrittweise getestet und aufgebaut werden. Google muss dafür nicht verschwinden. Das Ziel ist, dass ihr Unternehmen nicht von einem anderen Unternehmen abhängig ist. Sie sind der Boss, nicht irgendein Großkonzern aus Übersee. Gestalten Sie Ihre eigenen, internen Spielregeln fürs Marketing.
Wenn Sie wissen möchten, wie stark Ihr Unternehmen aktuell von Google abhängig ist und welche zusätzlichen Kanäle realistisch infrage kommen, schaue ich mir das gerne an und analysiere Ihre aktuelle Website. Anschließend erhalten Sie von mir eine Übersicht und die Möglichkeit, gemeinsam bestehende Probleme zu lösen.
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Schreiben Sie mich gerne an. Egal, ob Sie eine kurze Frage haben oder ich Ihnen anderweitig helfen kann. Gerne checke ich auch kostenlos Ihre Website oder Ihr SEO-Potenzial und gebe Ihnen weitere Handlungsempfehlungen. Als starker Partner, unterstütze ich Sie auch gerne dabei, Ihre Ziele zu erreichen.

Stefan Vogt – Inhaber von arlovo Webservices
In 15 Jahren Webdesign und Online-Marketing habe ich gesehen, an welchen Hürden Unternehmen digital immer wieder hängen bleiben. Ich schreibe diesen Blog, um genau diese Themen zu klären, bevor sie zum Problem werden. Mein Ziel ist es, Ihnen durch meine Erfahrung echte Orientierung zu bieten und die Fragen zu beantworten, die früher oder später über Ihren Erfolg im Netz entscheiden können.
Mehr über michWeitere Fragen schnell beantwortet
Prüfen Sie deshalb nicht nur Klicks und Besucher, sondern auch:
- qualifizierte Kontaktanfragen,
- tatsächliche Neukunden,
- Abschlüsse und Umsatz,
- die Entwicklung dieser Werte im Vergleich zum Google-Traffic.
Quelle: Google Search Console: Impressionen, Position und Klicks und Google Analytics: Bericht zur Traffic-Akquisition
- Kennzeichnen Sie steuerbare Kampagnenlinks einheitlich, beispielsweise mit UTM-Parametern.
- Erfassen Sie relevante Aktionen wie Kontaktanfragen oder Käufe.
- Ordnen Sie Leads und tatsächliche Kunden dem jeweiligen Kontaktweg zu.
- Prüfen Sie auch frühere Kontaktpunkte, weil vor einem Abschluss mehrere Kanäle beteiligt sein können.
Quelle: Google Analytics: Kampagnen mit UTM-Parametern erfassen und Google Analytics: Attributionspfade
Entscheidend sind vor allem:
- die Häufigkeit möglicher Abschlüsse,
- die benötigte Reichweite und Wiederholung,
- Budget und verfügbare Ressourcen,
- die Länge des Entscheidungsprozesses,
- die Kennzahl, anhand derer der Test bewertet wird.
Typische Warnzeichen sind:
- Inhalte erscheinen nur sporadisch.
- Anfragen bleiben liegen oder werden zu spät bearbeitet.
- Für einzelne Kanäle fehlen ausreichende Daten zur Bewertung.
- Budget und Arbeitszeit werden ohne klare Priorität verteilt.
- Neue Plattformen werden begonnen, bevor bestehende Tests ausgewertet wurden.
Ein Interessent kann ein Unternehmen beispielsweise zuerst bei LinkedIn entdecken, später nach dem Markennamen suchen und erst anschließend über Google Kontakt aufnehmen. Social Media war dann Teil der Customer Journey, obwohl Google möglicherweise den späteren Websitebesuch liefert.
Trotzdem sollte ein Social-Media-Kanal nicht allein mit schwer messbarer „Bekanntheit“ gerechtfertigt werden. Legen Sie vorher fest, welche Wirkung erwartet wird, beispielsweise qualifizierte Kontakte, Newsletter-Anmeldungen, wiederkehrende Besucher oder eine Beteiligung an späteren Conversions.
Quelle: Google Analytics: Attributionspfade
Strategisch sinnvoll ist deshalb nicht, Google einfach durch ChatGPT, Perplexity oder eine andere Plattform zu ersetzen. Robuster wird die Sichtbarkeit, wenn mehrere Quellen beitragen und zusätzlich eigene Kontaktmöglichkeiten wie Website, Newsletter und bestehende Kundenbeziehungen funktionieren.
Quelle: Google Analytics: Traffic aus KI-Assistenten und Google Analytics: Channelgruppen
- Traffic: Besucher beziehungsweise Sitzungen nach Quelle und Kanal.
- Nachfrage: Kontaktanfragen, Anrufe, Käufe oder andere relevante Aktionen.
- Qualität: Welche Leads werden tatsächlich zu passenden Kunden?
- Umsatz: Welche Kanäle tragen zu Abschlüssen und Umsatz bei?
- Kosten: Werbebudget sowie relevanter interner oder externer Aufwand.
- Customer Journey: Welche Kanäle wirken vor dem abschließenden Kontakt mit?
- Zeitraum: Gibt es genügend historische Daten, um kurzfristige Schwankungen von einem dauerhaften Trend zu unterscheiden?
Quelle: Google Analytics: Bericht zur Traffic-Akquisition und Google Analytics: Attributionspfade
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