
Website selbst erstellen oder einen Profi beauftragen? Entscheidungshilfe für Unternehmer
Sie wollen „nur schnell eine Website erstellen“ und stehen plötzlich vor Baukasten, WordPress, Agentur, Freelancer, Cookie-Banner, Bildern, Texten und der Frage, warum man für eine Seite gefühlt einen kleinen Businessplan braucht.
Die gute Nachricht: Es gibt zwar nicht die eine richtige Lösung – aber es gibt die richtige Lösung für Ihre Situation. Und genau dafür ist dieser Beitrag da.
Damit Sie am Ende nicht nur ein gutes Gefühl haben, sondern eine Entscheidung, machen wir drei Dinge:
- Sie bekommen Beispiele, Stolpersteine und klare nächste Schritte – damit Sie wirklich starten können.
- Sie bekommen ein Punktesystem (DIY/Hybrid/Profi).
- Sie sehen realistische Kosten- und Zeitspannen.
Verfasst von: Stefan Vogt | Veröffentlicht am: 18.01.2026 | Lesezeit: ca. 7 Minuten
Inhaltsverzeichnis
- 60-Sekunden-Schnelltest als Punktesystem
- Nächster Schritt: Schauen Sie sich an, was auf Ihre Situation passt
- Kosten & Zeit in realistischen Spannen (rechenbar, ohne Preisgarantie)
- DIY: Baukasten vs. WordPress – wann lohnt sich was?
- Profi: Was Sie erwarten dürfen (und worauf Sie achten sollten)
- Typische Stolpersteine (inkl. Beispiel-Aufbau)
- Drei Mini-Cases (Beispiele)
- Checklisten
- Fazit: Wann lohnt sich DIY und wann der Profi?
- Fragen & Antworten
60-Sekunden-Schnelltest als Punktesystem
Machen wir einen kleinen Selbsttest. Gehen Sie folgende Punkte ehrlich durch, damit wir bereits die Basis legen können.
Bewerten Sie die folgenden vier Fragen mit 0 bis 3 Punkten (0 = entspannt, 3 = kritisch). Addieren Sie diese dann.
A) Wieviel Zeit haben Sie pro Woche für die Erstellung Ihrer Website?
- 0: 4+ Stunden/Woche sicher frei
- 1: 2–4 Stunden/Woche
- 2: 1–2 Stunden/Woche
- 3: < 1 Stunde/Woche
B) Welchen Umfang soll Ihre Website haben?
- 0: 3–5 Seiten + Kontakt
- 1: Leistungen + Referenzen + Blog/News
- 2: mehrere Zielgruppen/Standorte, viele Leistungen
- 3: Shop, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, Recruiting-Funnel
C) Wie hoch ist der Vertrauensbedarf eines Kunden in Ihrer Branche?
- 0: niedrig
- 1: mittel (z. B. lokaler Dienstleister)
- 2: hoch (B2B, erklärungsbedürftig, hoher Auftragswert)
- 3: sehr hoch / sensibel (YMYL-Nähe)
D) Wie hoch ist der Wettbewerb in Ihrer Branche?
- 0: wenig Wettbewerb, Empfehlungen reichen
- 1: normal
- 2: hoch, online wird klar verglichen
- 3: „Wenn das nicht bald klappt, kostet es Umsatz“
Auswertung
0–4 Punkte → DIY (Do-It-Yourself)
5–8 Punkte → Hybrid (Website vom Profi, danach selbst weitermachen)
9–12 Punkte → Profi (Agentur oder Freelancer)
Nächster Schritt: Schauen Sie sich an, was auf Ihre Situation passt
Wenn Sie DIY haben (0–4):
- Legen Sie Seitenplan + Ziel in 1 Satz fest (Startseite sollte nicht vollgestopft sein, oft ist weniger mehr).
- Erstellen Sie 1 Leistungsseite komplett (Problem → Lösung → Ablauf → Belege → CTA).
- Danach erst Design anpassen.
Wenn Sie Hybrid haben (5–8):
- Lassen Sie ein professionelles Fundament erstellen: Struktur, Grunddesign, Technik-Basis.
- Sie liefern Inhalte (Texte/Fotos) und pflegen später selbst.
- Ergebnis: schnell online, aber ohne große Umbauten später.
Wenn Sie Profi haben (9–12):
- Definieren Sie Ihre Ziele: z. B. Anfragen/Monat, Bewerbungen/Monat, Terminbuchungen.
- Füllen Sie die Profi-Briefing-Checkliste aus (weiter unten).
- Sammeln Sie 2–3 Websites, die Ihnen gefallen (und warum).
Kosten & Zeit in realistischen Spannen (rechenbar, ohne Preisgarantie)
Google sagt es eigentlich ziemlich direkt: Hilfreich ist, was Nutzer schnell ans Ziel bringt und Ihnen hilft. Wenn Ihre Website Leads bringen soll, zählen am Ende Wirkung und Vertrauen, nicht nur die bloße Präsenz.
Hier finden Sie passende Hilfe direkt von Google: Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen
Orientierungswerte (Deutschland / DACH – grobe Einordnung)
Hinweis: Das sind typische Spannen. Treiber sind u. a. Seitenanzahl, Content-Erstellung, Fotos, Mehrsprachigkeit, Tracking/Consent und spezielle Funktionen.
| Option | Laufende Kosten | Einmaliger Aufwand (Ihre Zeit) | Time-to-Launch | Typische Grenzen |
|---|---|---|---|---|
| DIY Baukasten | 20–60 €/Monat | 6–20 Std. | 2 Tage – 2 Wochen | Individualität / SEO / Struktur begrenzt |
| DIY WordPress + Template | 10–80 €/Monat + 50–300 €/Jahr | 20–80 Std. | 2–6 Wochen | Wartung / Updates / Plugin-Logik |
| Hybrid | wie oben + Profi-Baustein | 1–3 Std./Woche Pflege | 1–4 Wochen | Abstimmung muss sitzen |
| Profi (Freelancer/Agentur) | Wartung optional: 50–200 €/Monat | v. a. Abstimmungen / Content | 4–10 Wochen | Qualität hängt am Briefing & Inhalten |
Profi-Spanne
Die Preise hängen stark davon ab, ob Sie eine Agentur oder einen Freelancer beauftragen. Außerdem welche Funktionen und weitere Dienste Sie benötigen. Daher stellt die folgende Liste lediglich eine ungefähre Einordnung dar, damit Sie am Ende nicht überrascht werden.
- Basis-Unternehmensseite (5–8 Seiten): ca. 2.500–6.000 €
- Wachstumsseite (8–15 Seiten, bessere Conversion/SEO-Struktur): ca. 6.000–12.000 €
- Darüber hinaus (Mehrsprachigkeit, komplexe Integrationen, Recruiting- oder Shop-Logik): häufig > 12.000 €
Falls Sie wissen möchten, wo die Preise von arlovo ungefähr liegen: Website erstellen lassen von arlovo
Treiber, die das Budget beeinflussen:
- Wer schreibt die Texte (Sie oder extern)?
- Gibt es professionelle Fotos/Referenzen?
- Wie viele Leistungsseiten sind wirklich nötig?
- Tracking/Consent sauber integriert?
- Mehrsprachigkeit? Standortseiten?
Mini-Rechnung (Beispiel)
Wenn Ihre Website 500 Besucher/Monat hat und Sie erhöhen die „Kontaktquote“ von 0,5% auf 1% (durch klarere Seiten & CTAs), wären das beispielsweise 2–3 zusätzliche Anfragen/Monat. Ob daraus Umsatz wird, hängt von Angebot und Abschlussquote ab – aber so denken Sie wirkungsorientiert, nicht tool-orientiert. Dadurch könnten sich ein Profi oder eine Hybridlösung schnell lohnen.
DIY: Baukasten vs. WordPress – wann lohnt sich was?
DIY ist sinnvoll, wenn…
✅ Sie schnell sichtbar und erreichbar sein müssen.
✅ Ihre Anforderungen überschaubar sind.
✅ Sie Zeit haben, Dinge sauber aufzubauen.
DIY wird riskant, wenn…
⚠️ die Website sofort Umsatz bringen muss,
⚠️ Vertrauen entscheidend ist,
⚠️ Sie kaum Zeit für Einarbeitung haben.
Baukasten: schnell, einfach, aber oft mit Grenzen bei Struktur/SEO/Skalierung.
WordPress: flexibler, dafür mehr Verantwortung (Updates, Plugins, Sicherheit).
Und wichtig: SEO ist keine Optimierung für die Maschine, sondern für die Suchenden. Achten Sie darauf, denn man kommt schnell auf die Idee irgendwie Tricks anzuwenden, um die Seite schnell nach oben zu bringen. Das kann teilweise aber zu schlechteren Rankings führen.
Profi: Was Sie erwarten dürfen (und worauf Sie achten sollten)
Ein gutes Profi-Projekt liefert nicht nur hübsches Design, sondern ein System zum Verstehen, Vertrauen, Anfragen. Achten Sie auf folgendes:
- Konzept/Struktur: klare Botschaft, klare Seitenlogik
- Nutzerführung: Besucher sollen schnell erkennen: „Bin ich richtig? Was ist der nächste Schritt?“
- Trust-Elemente: Referenzen, echte Einblicke, Ansprechpartner, transparente Infos – Trust ist laut Google der wichtigste E-E-A-T-Aspekt.
- Page Experience ganzheitlich: Es gibt laut Google kein einzelnes „Page-Experience-Signal“ – es zählt das Gesamtbild.
Achten Sie im Angebot auf:
Was ist Erfolg und wie skizziert der Anbieter den Weg zu meinen Zielen?
Typische Stolpersteine (inkl. Beispiel-Aufbau)
Stolperstein: „Startseite als Sammelbecken an Informationen“
Wenn sie alle Informationen auf eine einzelne Seiten packen, kann das schnell zu viel sein, wenn Sie mehrere Leistungen anbieten. OnePager lohnen sich, wenn Sie eine bestimmte Dienstleistung anbieten.
Beispiel: Eine Kundin von mir ist als Stillberaterin tätig. Die Stillberatung ist ihre einzige Dienstleistung. Es untergliedert sich zwar in kleinere Teile, aber der Fokus ist klar. Daher passt hier ein OnePager perfekt.
Schauen Sie sich gerne die Website der Stillberatung Nestwärme an und prüfen Sie, ob Sie das Ziel schnell erkennen.
Startseiten-Aufbau, der fast immer besser funktioniert:
- Hero: Nutzen + 1 Haupt-CTA
- 3 Kernleistungen (mit Link zur jeweiligen Seite)
- Belege: Referenzen/Bewertungen/Zahlen/Logos (wenn Sie schon etwas haben)
- Ablauf: 3 Schritte (kurz)
- FAQ: 4–6 typische Fragen
- CTA-Block: Kontaktwege klar und einfach
Stolperstein: Meta-Titel & Snippets ignorieren
Google erklärt sehr konkret, wie Title Links zustande kommen und wie Sie sie beeinflussen können.
Für Meta Descriptions gibt es ebenfalls Best Practices (und Google nutzt sie manchmal, wenn sie hilfreicher sind).
Drei Mini-Cases (Beispiele)
Die folgenden Beispiele sind mehr ein Gedankenspiel. Stellen Sie sich diese bildlich vor.
Case 1: Lokaler Dienstleister → Hybrid
Ausgangslage: DIY-Baukasten, optisch okay, aber unklare Leistungsdarstellung.
Änderung: Profi-Fundament (Struktur + Leistungsseiten-Logik) + DIY-Pflege.
Beobachtung: Nutzer finden schneller den passenden Einstieg; Anfragen werden gezielter, weil Leistungen klar getrennt waren.
Case 2: B2B, erklärungsbedürftig → Profi
Ausgangslage: Template-Seite, zu generisch, kaum Differenzierung.
Änderung: klare Positionierung, Referenzen, Prozess-Seite, FAQ, bessere CTAs.
Beobachtung: Gespräche starten häufiger mit konkreten Anforderungen statt „Was kostet das?“.
Case 3: DIY „verheddert“ → Reparaturprojekt
Ausgangslage: viele Plugins, wechselnde Designs, keine klare Seitenhierarchie.
Änderung: aufräumen, Seitenplan, Performance-Basics, klare Kontaktwege.
Learning: Ohne Struktur wird DIY oft nicht günstig, sondern langfristig teuer.
Search Engine Land hat einen Artikel dazu veröffentlicht, wie sich die Seitenarchitektur auswirken kann: Site architecture: Creating a website structure that ranks
Checklisten
DIY-Start (erst einmal die Basics)
- Ziel in einem Satz formulieren
- Seitenplan (Start, Leistung(en), Über uns, Kontakt)
- Inhalte: Texte, Fotos, Referenzen, FAQs
- Mobil + schnell + HTTPS
- Meta Title + Description mindestens für Start + Hauptleistungen
Profi-Briefing (damit Angebote vergleichbar sind)
- Übergabe/Wartung/Support geregelt
- Ziel & Erfolgskriterium (z. B. Anfragen/Monat)
- Umfang: Seiten + Funktionen
- Zeitplan für die Erstellung
- Beispiele: was gefällt (und warum)
Fazit: Wann lohnt sich DIY und wann der Profi?
Ich hoffe, dass dieser Beitrag Ihnen bei Ihrer Entscheidung weiterhelfen konnte. Häufig sehe ich Websites, die mit gutem Willen erstellt wurden, aber leider überhaupt nicht die Unternehmen dahinter wirklich repräsentieren. Oft wurde eher auf das Budget geachtet, anstatt auf die Qualität. Auch diesen Klassiker kann man schnell an Design und Aufbau erahnen: Es musste schnell gehen.
Betrachten Sie Ihre Website aber als Ihr Aushängeschild im Internet und nicht als notwendigen Ballast. Dann kann eine Website wirklich Ergebnisse liefern und Ihnen sogar neue Kunden einbringen.
Hier noch einmal kurz als Übersicht, wann sich was lohnt:
- DIY lohnt sich, wenn Sie Zeit haben und mit überschaubarem Risiko starten können.
- Hybrid ist oft der beste Kompromiss: schneller Start, professionelles Fundament, Sie bleiben unabhängig.
- Profi lohnt sich, wenn die Website Umsatz liefern soll, Vertrauen zentral ist oder Sie keine Zeit für Umwege haben.
Denken Sie immer daran: Die Website soll Ihre Besucher überzeugen, nicht Sie selbst oder irgendeine Maschine, dann steht langfristigem Erfolg zumindest ein Stück weniger im Weg.
Weitere Quellen:
How Much Does It Cost to Build a Website? – business.com
How Much Does A Website Cost? (2026 Guide) – forbes.com

Stefan Vogt
Seit fast 15 Jahren bin ich im E-Commerce und Online-Marketing zu Hause. Meinen Weg habe ich über das Webdesign bis hin zur SEO Schritt für Schritt aufgebaut. 2025 habe ich arlovo gegründet, weil ich immer wieder sehe, wie viel Potenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen ungenutzt bleibt. Ich möchte genau hier ansetzen: Mit Websites, die nicht durch Spielereien glänzen, sondern durch klare Struktur und echte Substanz überzeugen. Mein Ziel ist ein Webauftritt, der wirklich zu Ihnen passt und Ihre Leistungen verständlich auf den Punkt bringt.
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Fragen & Antworten
FAQ: Website selbst erstellen oder Profi beauftragen
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